Das Collegium musicum St. Petri e.V. lädt auch in diesem Jahr wieder herzlich und täglich in die virtuell klingende Stadtkirche zum Öffnen des musikalischen Adventskalenders ein.
Bitte klicken Sie zum Öffnen auf den Kalender.

Wort des Superintendenten zu Lage

Advent 2021
„Die Prognosen sind superdüster.“
(RKI-Chef Lothar Wieler, 17.11.2021)
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“
(Dietrich Bonhoeffer, in der Haft, 1944)
Wider Erwarten stehen wir erneut inmitten der Schwere und der Bedrohungen durch die Corona-Pandemie. Dabei hatten wir doch so gehofft, daß es anders sein möge. Nach einer entspannten Zeit im Sommer bis in den frühen Herbst hinein, sind wir nun wieder mit den grossen Herausforderungen konfrontiert, die uns zuweilen fast zerreissen.
Das ist schon am Hauptkonvent aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises am 17. November (per Zoom) deutlich geworden.
Die nun wieder nötigen Entscheidungen über die Art und Weise unserer Gottesdienste und Veranstaltungen unter den Bedingungen der Pandemie, sind nach wie vor in den Gemeindekirchenräten auf der Grundlage der jeweils geltenden staatlichen und regionalen Verordnungen und Gesetze zu treffen. Das Ziel aller ist und bleibt dabei, egal wie die Entscheidungen auch ausfallen, Ansteckungen zu vermeiden.

Es ist überaus wichtig für unseren Dienst, daß wir uns im gesamten Kirchenkreis gegenseitig zugestehen, daß diese Entscheidungen, die im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben getroffen wurden dennoch unterschiedlich ausfallen werden, je nachdem welche Argumente wir jeweils wie gewichten, und daß sich diese Entscheidungen auch kurzfristig wieder ändern werden je nachdem wie sich die pandemische Lage weiter entwickeln wird. …
Aufgrund der gegenwärtig äusserst besorgniserregenden Entwicklung der Corona-Pandemie, und aller vorliegenden Erkenntnisse, empfehle ich den Gemeindekirchenräten, den Kirchengemeinden und allen Verantwortlichen in den Einrichtungen unseres Kirchenkreises dringend, freiwillig auf Präsenzveranstaltungen in Innenräumen zunächst bis zum 15.12. 2021 zu verzichten, und Kontakte weitgehend zu vermeiden. Sollten Gottesdienste und Andachten (z.B. Trauerfeiern) in Innenräumen aus seelsorgerlichen Erwägungen dennoch notwendig sein, so sind diese so zu gestalten, daß sie „sicher“ sind, wie es ja bereits vielfach geschieht, d.h.: kürzer, mit Maske und Abstand, entsprechend der gesetzlichen Vorgaben, mit dem Ziel Ansteckungen zu vermeiden.
Ich bitte alle, die noch nicht geimpft sind, dringend dies zu überdenken und sich impfen zu lassen.

Nutzen wir erneut und verstärkt das Telefon, einen Kartengruß, einen Brief und natürlich die digitalen Möglichkeiten und… gebrauchen wir unsere Phantasie, um allen Menschen, den Kindern und Jugendlichen, den Müttern und Vätern, den Einsamen und Alten, besonders den Trauernden, den Kranken und Sterbenden dennoch das Evangelium zu verkünden, mit Worten und Taten, und nahe zu sein, um die Kraft und den Trost zu vermitteln, die jetzt vielfach nötig sind. Ich danke allen Gemeinden, die besonders in diesen Zeiten verlässlich geöffnete Kirchen ermöglichen. Zumindest an den Wochenenden und Feiertagen sollte dies überall stundenweise möglich sein, und auch möglichst ein Seelsorger, eine Seelsorgerin zeitweise zur Verfügung stehen. Und vergessen wir nicht, auch konkret zu kommunizieren was wir tun. Ich bin überzeugt: Wir werden sehr gebraucht!
Es bleibt aber dabei, daß die Entscheidungen, über die Art und Weise der Durchführung von Gottesdiensten/Andachten, nur die Gemeindekirchenräte/Verantwortlichen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben treffen können. Ich bin sicher, daß alle Entscheidungen, wie auch immer sie ausfallen, gut kommuniziert und den Menschen begründet und verständlich gemacht werden, wie es ja bereits vielfach geschieht.

Nach dem Hauptkonvent bin ich auch froh sagen zu können, daß es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Pfarrerinnen und Pfarrern und auch den ehrenamtlich Mitarbeitenden, darum geht, ihren Auftrag, der sich letztlich an der Verkündigung des Evangeliums orientiert, auch unter den erschwerten Bedingungen der Corona-Pandemie zu erfüllen, trotz und mit allen Unterschieden.

Die Erfüllung dieses Auftrags kann und darf sehr verschieden sein: ob digital oder analog, ob am Bildschirm oder von Angesicht zu Angesicht mit Abstand und FFP2-Maske, ob in unseren Kirchen und Gemeinderäumen, in unseren Wohnungen und Häusern in kleinen Gruppen oder im Freien…

Dankbar blickten wir beim Hauptkonvent im Kirchenkreis auch auf viele gelungene Veranstaltungen und Gottesdienste im vergangenen Jahr zurück: z.B. die Kirchenmusiken, die Schlagergottesdienste, das Festival am Lutherweg, die Andachten für Kinder und Erwachsene zum Martinstag, und auch auf die digitalen Angebote, die es nun wieder verstärkt zu nutzen gilt.
Es ist allen Haupt- und Ehrenamtlichen, allen Kolleginnen i.R. und Kollegen i.R. unseres Kirchenkreises Sonneberg, in allen Einrichtungen, ein grosser Dank auszusprechen, für ihre Arbeit für die Menschen, für ihr Engagement und ihren großen Einsatz in dieser herausfordernden Zeit im Jahr 2021. Dieser Dank gilt allen, die im Glauben an den dreieinigen Gott, mit allen Fragen und auch Zweifeln, täglich nahe bei IHM bleiben und damit auch nahe bei den Menschen sind.
Als Gewinnerlied ist in der EKD bei dem Wettbewerb „Schick uns dein Lied“, das Lied:
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“,
ermittelt worden.
Im Vertrauen darauf, daß Gott keinem von uns fern und für alle immer nur „ein Gebet weit“ entfernt ist, lasst uns weiter, tapfer und mutig, in den Einrichtungen und Gemeinden unseres Kirchenkreises beten und arbeiten.
Durch eine vielgestaltige Verkündigung des Evangeliums vom Herrn und Heiland, der als Kind in der Krippe zu uns kam, und wiederkommen wird als König aller Könige, um alles neu zu machen, können wir gemeinsam allem Unheil, allem Streit, allen Spaltungen in der Gesellschaft entgegenwirken und Frieden stiften. Wir danken allen, die uns dabei mit ihrem Geld, ihrer Kirchensteuer, ihren Spenden unterstützen. Vergessen wir auch die Welt da draussen nicht: die Hungernden, die Geflüchteten, die Ausgebeuteten und von Naturkatastrophen Betroffenen, die unter Diktatoren, Krieg und Vertreibung leidenden Menschen.
Unsere und Ihre Spenden für „Brot für die Welt“ oder einem anderen Hilfswerk sollen Ausdruck dafür sein, daß wir nicht nur um uns selbst kreisen und den Notleidenden im In- und Ausland beistehen.

Gott ruft uns und alle Menschen - vor allem durch Zeiten wie diese -, so empfinde ich es, in seine heilvolle Gegenwart, nicht zuletzt durch die Stille und das persönliche Gebet, das Lesen der Bibel, deren Übersetzung ins Deutsche vor 500 Jahren wir dankbar gedenken.

Auch zu zweit oder dritt sind wir eine Gemeinde, der von Jesus zugesagt wird:
“ …da bin ich mitten unter euch.“! (Mt 18,20) „Kommt her zu mir alle,
die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken.“ ! (Mt 11,28)

Unser Beten und Bibelstudium zu intensivieren,
in einer demütigen Hinwendung zu Gott,
für uns und für alle Menschen, für die gesamte Schöpfung, ist das Gebot der Stunde.
Nur so werden wir die Aufgaben erkennen und erfüllen können,
die uns jetzt und konkret als Christinnen und Christen gestellt sind.

ER sei uns allen gnädig, nahe und segne uns
und schenke uns eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit!
Thomas Rau, Superintendent

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