Herzlich willkommen im Kirchenkreis Sonneberg

Wir haben Visionen!

Liebe Schwestern und Brüder!
Der Kreiskirchenrat hat 2019 in einem längeren Prozess 7 Visionen erarbeitet.
Sie wurden erstmals zur Herbstsynode im Neuen Annastift u.a. mit den folgenden Ausführungen vorgestellt.

Warum Visionen?
Bei Joel, dem Propheten aus dem 4. Jhd. v.Chr. heißt es in Kap. 3,1 für die Zukunft: 1 Und ich will meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure jungen Leute Visionen.
Visionen eröffnen neue Spielräume. Wir sind überzeugt: Nur mit einer gemeinsamen Vision werden wir auf die Herausforderungen der Gegenwart in unserem Kirchenkreis antworten können.
Deshalb ist es gut und richtig, daß wir uns über die Wege, die wir gehen wollen und die Ziele, die wir nicht nur wage hoffen zu erreichen, sondern die wir – Gott gebe es - klar und deutlich definieren, daß wir uns über diese Wege und Ziele miteinander verständigen und uns hoffentlich dann auch darin eins machen. Das kann nur in einem Prozess geschehen, der mit der Herbstsynode 2019 eröffnet wurde und – darum bete ich zu Gott - sich fortsetzen wird, indem der Funke überspringt - durch Gottes Geist. Alle werden dabei gebraucht, Alte und Junge miteinander.
Die Thematik „Kirche und Diakonie“, ist für unseren Kirchenkreis wesentlich, denn er ist seit bald 30 Jahren auch durch die Arbeit des Diakoniewerks Hildburghausen-Sonneberg e.V. (DW HBN SON) geprägt. Wir sehen darin eine große Chance für die Zukunft, da wir mit den Mitarbeitenden und über alle Einrichtungen des Diakoniewerkes sehr viele Menschen mit dem Evangelium erreichen können. Diese Chance wollen wir proaktiv nutzen.
Der Kreiskirchenrat stellt die 7 Visionen nun den Kirchgemeinden, den Gemeindekirchenräten, den Ausschüssen, den Gruppen, Haupt- und Ehrenamtlichen und der Öffentlichkeit als eine Diskussionsgrundlage zur Verfügung, mit der Hoffnung, daß ein breiter Visionsprozess in Gang gesetzt wird.

Die Vision 2030 für den Kirchenkreis Sonneberg:
„Diakonie ist Kirche und Kirche ist Diakonie“
Im Jahr 2030 werden wir sagen können:

• Unser gelebter Glaube an den lebendigen Gott ist Zentrum unseres Handelns und gibt Antworten auf die Fragen der Menschen unserer Zeit. Wir sind eine zeitgemäße - missionarische Kirche in unserer Region.

• Unsere Kirchgemeinden und alle unsere Einrichtungen im Diakoniewerk und im Kirchenkreis sind stark und haben eine dienende und einladende Ausstrahlung.

• Die Mitarbeitenden im Haupt- und Ehrenamt arbeiten gern und engagiert bei uns, und bilden sich dazu fort und weiter.

• Haupt-und Ehrenamtliche arbeiten in allen Bereichen engagiert, zielorientiert und respektvoll zusammen.

• Wir schaffen den „Erprobungsraum Kirchenkreis Sonneberg“, das heißt, es werden im ganzen Kirchenkreis innovative, kreative, überraschende Formen und Ideen der Verkündigung des Evangeliums und des diakonischen Handelns probiert und verwirklicht.

• Die Arbeit des Diakonats des Kirchenkreises dient dem Gemeindeaufbau und wird intern und extern positiv als Wirken einer modernen Kirche wahrgenommen.

• Unsere Kirchengemeinden und die diakonischen Einrichtungen sind Orte diakonischen Handelns und zugleich Orte der Verkündigung des Evangeliums und sind in vielfältiger Weise intern und extern vernetzt.
Und nun?
Bringt euch ein, setzt euch zusammen, im Gemeindekirchenrat, in den Ausschüssen, in den Konventen, auch mit Aussenstehenden, usw., widersprecht, ergänzt, formuliert neu. Macht die Vision 2030 zum Thema im Gottesdienst, in Gesprächen unter vier Augen in Sitzungen und Gesprächskreisen. Sendet eure Vision/en, eure Vorschläge, eure Fragen und Antworten dann spätestens bis zur Frühjahrssynode (27. 03.2020) an das Büro der Superintendentur. Dann werden wir sehen ob dieser Prozess gelingt. Ich werde darüber berichten.

Veni Sancte Spiritus, tui amoris ignem accende! Amen.
Komm, Heiliger Geist, entzünde das Feuer deiner Liebe! Amen.

THOMAS RAU, SUPERINTENDENT