Die Kirche in Scheibe-Alsbach Schaltfläche
Jedes Jahr, am 2. Sonntag im September, feiert die Kirchengemeinde Scheibe-Alsbach das Kirchweihfest.
Die Kirche wurde am 27. Oktober 1867 nach dreijähriger Bauzeit geweiht.
Bis zum Baubeginn war die geistliche Versorgung sehr schlecht. Damals verfassten die Scheiber eine Bittschrift an den Fürsten, eine Schule und einen Betsaal bauen zu dürfen. Nach langen Verhandlungen wurde das Vorhaben genehmigt. Doch es gab noch kein selbständiges Pfarramt für Scheibe und Alsbach. Mit der Bitte um einen Pfarrer, der gleichzeitig als Lehrer tätig sein sollte, wandte man sich wieder an den Fürsten in Rudolstadt.
1839 kam Pfarrer August Gehring als erster Pfarrer nach Scheibe-Alsbach. Ohne Pfarrhaus und mit einem sehr baufälligen Betsaal war sein Dienst sehr schwierig. So entstand in diesen Jahren der Plan für den Bau einer Kirche im Ort. Pfarrer Gehring ruhte nicht, den Kirchbau, in die Tat umzusetzen. Er begab sich auf eine Vortragsreise durch Deutschland. Die gesammelten Kollekten auf dieser Reise, sollten dem Kirchbau zugute kommen. Auch der Erlös aus einem Buchverkauf und die Kirchbausteuer trugen zum Vorhaben Kirchbau bei. Pfarrer Gehring konnte den Beginn des Kirchbaues nicht miterleben. Er übernahm 1853 das Pfarramt von St. Jakob bei Gera.
Für unsere Gemeinde bleibt er als erster Pfarrer von großer Bedeutung. Mit großer Lauterkeit, Treue und Hingabe hat er seinen Dienst hier ausgefüllt. Der von ihm gestiftete silberne Abendmahlskelch und Abendmahlsteller sind bis heute bei allen Abendmahlsfeiern in unserer Kirche im Gebrauch.
Unter seinem Nachfolger , Pfarrer Körner wurde der Kirchbau begonnen und vollendet (1864 – 1867).
Seitdem steht die Kirche, aus heimischen Sandstein erbaut, auf der Kuppe hoch über dem Ort.

Als Pfarrer wirkten in Scheibe-Alsbach:
August Gehring von 1839 bis 1853.
August Körner von 1853 bis 1881.
Vertretung durch den Steinheider Pfarrer Roth von 1881 bis 1885.
Otto Henkel von 1885 bis 1892.
Rudolf Rösch von 1892 bis 1902.
Albert Bock von 1902 bis 1908.
Fritz Bredow von 1908 bis 1911.
Hans Gottschalk von 1911 bis 1917.
Oskar Schliewe von 1917 bis 1921.
Lothar Schmidt von 1921 bis 1928.
Hugo Seemann von 1928 bis 1946.
Friedrich Wilhelm Niessen von 1946 bis 1947.
Karl Baum von 1947 bis 1954.
Volkwart Küfner von 1957 bis 1996.
Andreas Wucher von 1996 bis 1998 (teilweise Vakanz).
Christian Dietrich von 1998 bis 2000.
Andreas Wucher von 2000 bis 2008.
Hubertus Laqua von 2008 bis 2018.
Jörg Zech u. Henry Jahn seit 2018...